EIN
STÜCK GESCHICHTE
Das Zeesen hat eine lange Tradition - schon im Mittelalter wurde diese
Art der Schleppnetzfischerei betrieben. Die Zeesenboote, in ihrer heutigen
Bauform, kamen dagegen erst Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Sie lösten
damals die schwerfälligeren Zeesenkähne ab.
Verbreitung fanden die Zeesboote entlang mecklenburgischen und pommerschen
Küsten bis hinauf ins Kurische Haff, wobei regional unterschiedliche
Bauformen existierten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Boote
mit Gaffelsegeln ausgerüstet, zuvor waren Lugger-, später Sprietsegel
in Gebrauch. Letztere Segelform verewigte Caspar David Friedrich auf zahlreichen
Skizzen.
Nach dem
zweiten Weltkrieg setzt der Niedergang der Zeesenfischerei ein. Die Boote
werden nach und nach stillgelegt, traditionsbewußte Segler übernehmen
sie und nutzen sie als Sportboote.
Einen guten
Überblick über die Entwicklung der Zeesenboote gibt das Buch
von Jochen von Fircks "Ewer, Zeesenboot und andere ältere Fischereifahrzeuge". |